Informationen und Mitteilungen des Vorstandes

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Zur aktuellen Situation des Fördervereins

August 2019:
Nach Feststellung des Jahresabschlusses 2018 der Steuerberatungsgesellschaft ECOVIS  erhöht sich die wertschöpfende Gesamtleistung des Vereins bei der denkmalgerechten Sanierung des Lingnerschlosses seit seiner Gründung 2002 auf bisher 16,5 Mio. EUR (netto).
Damit können 95 % der satzungsgemäßen Vereinsziele in Bereich der Bausanierung als erfüllt gelten. Darüber hinaus ist durch den Verein der Finanzdienst für die im Zeitraum 2015 bis 2017 auf-genommenen Kredite und Darlehen zu leisten.

Der bis heute mit LGB nicht zustande gekommene langfristige Mietvertrag über den neuen Ausschank führt dabei nicht nur zum Ausfall der entsprechenden Mieteinnahmen, sondern bindet  auch finanzielle Mittel des Vereins für die weitere Bausanierung, da die Errichtung des Ausschanks solange nicht durch Bankkredit finanzierbar ist, wie kein langfristiger Mietvertrag für den Ausschank als Sicherheit für die Bank vorgelegt werden kann.
Erwartungen an den Vorstand nach größerer Kompromissbereitschaft in dieser Sache sind deshalb wenig hilfreich, weil  ein weiteres Entgegenkommen des Vereins bei den Mietkonditionen unmittelbar die  wirtschaftlichen Grundlagen des Vereins bedroht und für das Wirtschaftsunternehmen LGB kein Wettbewerbsvorteil daraus entstehen darf, weil der Vermieter als gemeinnütziger Verein Mietkonditionen unterhalb der Marktkon formiät akzeptiert.
 
Leider haben seit den Auseinandersetzungen vom 28.03.2019 über die künftige Vereinspoli-tik mehrere Mitglieder unter Hinweis auf die nicht bereinigte Konfliktsituation mit LGB dem Verein den Rücken zugekehrt und ihre Mitgliedschaft ab 2020 gekündigt.
Wir bedauern  jede einzelne dieser Entscheidungen, weisen aber ausdrücklich daraufhin, dass damit dem Hauptanliegen des Vereins nicht gedient ist, insbesondere nicht im Hinblick auf künftige Gespräche mit der Stadt über eine finanzielle Projektunterstützung, was die langjährigen Bemühungen unserer Mitglieder, ehrenamtlichen Helfer, Spender und Sponso-ren letztlich sogar konterkariert.
In Wahrheit geht es bei diesem Konflikt auch nicht um die handelnden Personen, sondern ausschließlich um die offenbar unvereinbaren wirtschaftlichen Interessen zwischen dem Ver-ein und dem Gastrounternehmen LGB. Auch das hatte sich am 28.03.2019 in aller Deutlich-keit gezeigt.
Nach den Vorstellungen der Vereinsgründer soll das Lingnerschloss „ein Schloss für alle“ sein - eine kulturvolle Stätte der Begegnung mit angemessener gastronomischer Ergänzung, aber nicht umgekehrt!
Das schulden wir dem Stifter und Mäzen Karl August Lingner, der seine ehemalige privilegierte Wohnstätte in dieser unmissverständlichen Absicht 1916 den Stadtvätern anvertraute.